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Lizenz- und Kostenlage klären
Bevor Sie migrieren, brauchen Sie Zahlen: Was kostet der Verbleib bei VMware wirklich – und bis wann müssen Sie entscheiden?
- Laufzeit und Kündigungsfristen der aktuellen VMware-Verträge dokumentieren
- Neues Broadcom-Angebot einholen (Kernbasierte Subscription, Mindestabnahme beachten)
- 3-Jahres-Vergleichsrechnung erstellen: VMware-Verbleib vs. Migration inkl. Projektkosten
- Support-Status prüfen: Wie lange erhält Ihre aktuelle Version noch Updates?
Praxis-Tipp: Die Vergleichsrechnung ist Ihr wichtigstes Argument gegenüber der Geschäftsführung – rechnen Sie konservativ und mit Puffer für das Migrationsprojekt.
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Vollständige Bestandsaufnahme der Umgebung
Sie können nur migrieren, was Sie kennen. Erfassen Sie die komplette virtuelle Landschaft.
- Alle VMs inventarisieren: vCPU, RAM, Storage, Betriebssystem, Snapshots
- Hosts und Cluster dokumentieren (CPU-Generation, RAM, Netzwerkkarten)
- Storage-Anbindung erfassen: SAN/NAS/vSAN, Protokolle (iSCSI, NFS, FC)
- vSphere-Features listen, die aktiv genutzt werden (HA, DRS, vMotion, Fault Tolerance)
- Backup-Integration prüfen: Welche Software sichert wie (z. B. Veeam mit vSphere-API)?
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Abhängigkeiten und Kritikalität bewerten
Nicht jede VM ist gleich wichtig. Die Priorisierung entscheidet über die Migrationsreihenfolge.
- Jede VM einer Kritikalitätsstufe zuordnen (geschäftskritisch / wichtig / unkritisch)
- Abhängigkeiten kartieren: Welche Systeme kommunizieren miteinander?
- Maximale tolerierbare Ausfallzeiten (RTO) pro System definieren
- Software mit Hypervisor-Bindung identifizieren (Lizenzierung, Agents, Appliances)
- Herstellersupport prüfen: Ist Ihre Fachanwendung auf dem Ziel-Hypervisor supportet?
Praxis-Tipp: Der letzte Punkt wird am häufigsten übersehen – manche ERP- und Branchenanwendungen sind offiziell nur für bestimmte Hypervisoren freigegeben.
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Ziel-Hypervisor auswählen
Es gibt keinen „besten" Hypervisor – nur den passenden für Ihre Umgebung und Ihr Team.
- Proxmox VE: Open Source, keine Lizenzkosten, Linux-Know-how nötig – ideal für kostensensitive Umgebungen
- Microsoft Hyper-V: in Windows Server enthalten, gute Wahl bei Microsoft-lastiger Infrastruktur
- Nutanix AHV: Hyperconverged, stark bei Skalierung und Management-Komfort, höhere Kosten
- Team-Know-how ehrlich bewerten: Wer betreibt die Plattform nach dem Projekt?
- Management-, Monitoring- und Backup-Ökosystem des Kandidaten prüfen
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Storage- und Backup-Strategie festlegen
Die meisten Migrationsprobleme entstehen beim Storage – nicht bei den VMs.
- Kompatibilität des bestehenden Storage mit dem Ziel-Hypervisor prüfen
- Entscheiden: Storage weiterverwenden, neu beschaffen oder auf Hyperconverged wechseln
- Backup-Software auf Unterstützung des neuen Hypervisors prüfen (Veeam unterstützt z. B. Proxmox und Hyper-V)
- Replikation und Disaster-Recovery-Konzept an die neue Plattform anpassen
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Proof of Concept aufbauen
Testen Sie die Zielplattform mit echten Workloads, bevor Sie sich festlegen.
- PoC-Umgebung mit repräsentativer Hardware aufsetzen (2–3 Hosts)
- 2–3 unkritische Produktions-VMs testweise migrieren
- Performance vergleichen: CPU, Storage-I/O, Netzwerk-Latenz
- Administrative Abläufe durchspielen: Backup/Restore, Live-Migration, Updates, Monitoring
- Hochverfügbarkeit testen: Was passiert beim Host-Ausfall wirklich?
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Migrations-Fahrplan in Wellen planen
Big-Bang-Migrationen scheitern. Planen Sie in Wellen – von unkritisch zu kritisch.
- Migrationswellen definieren: Welle 1 Test/Dev, Welle 2 wichtige Systeme, Welle 3 geschäftskritische Systeme
- Wartungsfenster mit den Fachabteilungen abstimmen
- Migrationsmethode pro VM festlegen (Import-Tools, Backup/Restore, Neuinstallation)
- Parallelbetrieb einplanen: Alte Umgebung bleibt bis zur Abnahme lauffähig
- Verantwortlichkeiten und Eskalationswege pro Welle festlegen
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Rollback-Strategie testen
Ein Rollback-Plan, der nie getestet wurde, ist kein Plan – er ist eine Hoffnung.
- Rollback-Kriterien definieren: Wann wird abgebrochen und zurückgeschwenkt?
- Rollback mit einer Test-VM tatsächlich durchspielen
- Frische Backups unmittelbar vor jeder Migrationswelle erstellen und verifizieren
- Maximale Rollback-Dauer messen und gegen das Wartungsfenster prüfen
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Migration durchführen und validieren
Jetzt zahlt sich die Vorbereitung aus: Migrieren, testen, abnehmen – Welle für Welle.
- Pro VM: migrieren, VM-Tools/Treiber des neuen Hypervisors installieren
- Funktionstest durch die Fachabteilung nach jeder Welle einholen
- Backup-Jobs auf die neue Plattform umstellen und ersten Restore testen
- Monitoring auf die neue Umgebung aufschalten
- Lessons Learned nach jeder Welle: Fahrplan für die nächste Welle anpassen
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Team schulen und Altumgebung stilllegen
Das Projekt ist erst fertig, wenn Ihr Team die neue Plattform sicher betreibt.
- Administratoren auf der neuen Plattform schulen (Betrieb, Troubleshooting, Updates)
- Betriebsdokumentation erstellen: Architektur, Standardabläufe, Notfallprozeduren
- VMware-Umgebung nach Abnahmefrist kontrolliert stilllegen und Lizenzen kündigen
- Alte Hosts neu verwenden, verkaufen oder zertifiziert entsorgen
- Abschlussrechnung: Tatsächliche Einsparung gegenüber der Vergleichsrechnung aus Schritt 1 dokumentieren
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